Gerade nach dem „Tag der Arbeit“ am 1.Mai sollte das Thema „HIV am Arbeitsplatz“ enttabuisiert werden. Die Deutsche Aids-Hilfe hat das zum Schwerpunktthema 2010 gemacht. Guter Grund, auch in München darüber nachzudenken. Denn eine/r von 1000 Beschäftigten ist HIV-positiv. Doch wer kennt eine/n positiven Kollegen/Kollegin?
Auch wenn es die meisten HIV-Positiven dank der Therapien gegen HIV die Anforderungen ihres Berufes gut erfüllen,. ergeben sich aber häufig Probleme durch Diskriminierung – bis hin zur rechtswidrigen Kündigung. Viele HIV-positive Arbeitnehmer verschweigen ihre Infektion darum im Job. Es ist Zeit, dass die Situation von Menschen mit HIV in der Arbeitswelt sich grundlegend ändert.
Auf http://blog.aidshilfe.de/?p=2721 zeigt die Deutsche Aids-Hilfe in Interviews und Hintergrundberichten die Probleme, aber auch Lösungswege. Denn auch das gibt es: HIV-positive Arbeitnehmer, die mit tollen Chefs und solidarischen Kollegen ganz selbstverständlich zusammenarbeiten.
So berichten drei Menschen mit HIV vor der Kamera, wie sie in der Arbeitswelt zurecht kommen: ein Bankangestellter, ein Erzieher und ein IT-Spezialist. Oder Christian Kranich, Sozialpädagog bei der Münchner Aids-Hilfe, zieht aus 10 Interviews sein Fazit über positive Coming-outs, andere Bewältigungsstrategien und die Frage, wie ein selbstverständliches Leben mit HIV im Job möglich ist.
Aktuell zum 1.Mai 2010 findet sich dort auch ein Beitrag des Deutschlandfunk: Podium HIV.mp3
Vielleicht können wir alle dazu beitragen, dass Betriebe, in den HIV-Positive mit tollen Chefs und solidarischen KollegInnen ganz selbstverständlich zusammen arbeiten, zum Regelfall werden.