Jetzt hat die Hartnäckigkeit von Dietmar Holzapfel in letzter Instanz doch noch Recht bekommen: die Polizei hätte Puppe und satirische Fotomontage des Papstes beim CSD 2006 nicht vom „Papamobil“ der „Deutschen Eiche“ entfernen dürfen. Das Verwaltungsgericht München gab noch der Polizei recht, die darin eine persönliche Beleidigung des Papstes sah, und wollte ursprünglich sogar keine Berufung zulassen. Doch die hat sich jetzt gelohnt: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof stellte fest, dass es um eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Einstellung der katholischen Kirche zu Homosexualität ging; alles im Rahmen der öffentlichen Meinungsbildung. Es ging also um die Sache, nicht um die Person. Schließlich machten die Kirchenzitat am Wagen deutlich, welche abwerteten und diskriminierenden Kirchenaussagen wir Lesben und Schwulen auch ertragen müssen! Da darf man also auch mit satirischer Kritik darauf hinweisen. Nur Schade, dass dieses Recht gegen Polizei (und Kirche?) so schwer zu erkämpfen war.